Samsung Galaxy S2 mit Android 4.0.3. – Ice Cream Sandwich

Ja, scheiß die Wand an, was haben sich alle aufgeregt, dass Samsung die Nutzer so lange auf ein Ice Cream Sandwich Update warten ließ. Vor einigen Wochen war schließlich auch eine Aktualisierung via KIES (dem Samsung internen Vermittlungsprogramm zwischen PC und Telefon) möglich, seit dieser Woche wird das Firmware-Update auf das Current  Generation OS OTA (Over The Air) ausgerollt.

Nachdem ich letzte Woche auf „in 7 Tagen erneut erinnern“ verschoben habe, entschloss ich mich gerade eben doch dazu, auf den kalten Leckerbissen zu steigen, obwohl Gingerbread 2.3.6. eigentlich sehr ordentlich und stabil auf dem S2 läuft.

Das Firmware-Update kommt mit ca. 216 MB her, das Herunterladen hat etwas weniger als 20 Minuten gedauert (trotz freier WLAN-Leitung), die Installation ging dann in gefühlten weiteren 10 Minuten recht zügig.

Natürlich war wieder das Geschrei groß, als Samsung das Ice Cream Sandwich mit seiner nicht gerade beliebten Touch Whiz Oberfläche auf den Markt warf und somit ein echtes Android 4.0-Feeling den Nutzern verwehrt bleibt.

Aber hallo, Leute, denkt doch mal nach: Android 4.0 beschneidet euren Bildschirm normalerweise um neue In-Screen-Funktions-Tasten (Home, Back und Taskmanager) und ersetzt somit die Hardwaretasten von Smartphones. Ice Cream Sandwich hätte die S2-Hardwaretasten überflüssig gemacht und euch Miniatursymbole auf den unteren Bildschirmrand gebracht, die sicherlich eine ordentliche Bedienung zu wünschen übrig lassen.

Ergo musste Samsung sich etwas einfallen lassen, hat Touch Whiz erneut auf das Gerät geknallt und nutzt die vorhandenen Hardwaretasten. Back bleibt Back, das Optionenmenü bleibt ebenso vorhanden und durch Druck auf die mittlere Taste erscheint der von ICS bekannte Taskmanager mit Voransichten der geöffneten Anwendungen, die dann durch Wischen aus dem Speicher gekickt werden können.

Insofern eigentlich gar nicht so verkehrt. Allerdings sind die unter Gingerbread eingerichteten Homescreens nach dem Update nicht mehr vorhanden, sodass man seine Bildschirme neu mit Widgets und App-Symbolen bestücken muss.

Für Nutzer alternativer Launcher ist das jedoch kein großes Ding, denn hier wurden alle Einstellungen nach dem Update gespeichert und mit übernommen. Mein SPB3D-Shell ist noch genauso eingerichtet, wie ich ihn verlassen habe. Insofern bietet ICS für mich keinen nennenswerten optischen Unterschied. Lediglich der Taskmanager sieht anders aus und es lässt sich nun die Gesichtserkennung zum Entsperren des Bildschirms einrichten.

Wie es mit der Stabilität aussieht, werden die nächsten Wochen zeigen. Die Spotify-App funktionierte beim ersten Start nicht (schloss sich selbstständig wieder), beim zweiten Start lief sie einwandfrei (im Gegensatz zum Transformer, wo sie einfach hängen bleibt).

Ein Feature vermisse ich aber bereits: Wie sieht die Screenshot-Funktion jetzt aus? Bei Samsung-Geräten drückte man die Hardwaretaste und gleichzeitig den Power-Button. Das funktioniert nicht mehr. Unter ICS lässt man normalerweise die Taskmanagertaste etwas länger gedrückt, die aber beim S2 nicht vorhanden ist. Mal schauen, vielleicht finde ich das ja noch heraus.

 

6 Kommentare zu „Samsung Galaxy S2 mit Android 4.0.3. – Ice Cream Sandwich

  1. Tag Martin!

    Ich hatte gestern mein SGS2 von Android 2.3.5 auf 4.0.3 aktualisiert. Ist bei dir der TW-Launcher drauf oder der Neue? TW ist anders, aber nicht so toll wie ich’s erwartet habe. Allerdings hat sich bei mir ein generelles Problem (Grund für den Update) nicht gelöst. Dafür bin ich dahinter gekommen, wie man ScreenShots macht. Drücke hierzu Lautstärketaste – und die Powertaste (ca 1-2 Sekunden gedrückt halten). Vorher fande ich’s persönlich besser. Ich überlege mir wieder auf 2.3.6 oder 2.3.5 zurück zu flashen.

    Viel Erfolg beim Testen.

    1. Hallo Tobias, soweit ich gesehen habe ist der TW Launcher drauf, den ich allerdings nicht benutze, sondern SPBShell3d. Negativ aufgefallen ist mir, dass man unter ICS in der Telefonoption nur noch die Möglichkeit habe, Tastenfeld, Anrufprotokolle und Favoriten aufzurufen. Unter Gingerbread kam man so auch noch an die Kontaktliste. Danke für den Hinweis mit dem Screenshot.

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