Von meinem Schreibtisch: 300.000

Was treibt der Kay eigentlich so zwischendurch?

Vor zwei Wochen beendete ich eine knapp einmonatige, unfreiwillige Schreibpause. Ich hing an einer Stelle des dritten Eileen-Hannigan-Romans fest und wusste nicht vor und nicht zurück, hatte schon fast die Befürchtung, dass ich mich einfach festgeschrieben hätte. Denn: All das, was nach Seite 50 bis Seite 210 geschieht, war überhaupt nicht geplant. Die Story entglitt mir aus den Händen, verselbstständigte sich wie so oft und plötzlich steckten die Protagonisten in einer Sackgasse.

„Du Depp, warum schreibst du kein Exposé?“, würde sicher so mancher Autorenkollege jetzt fragen. Aber genau das nicht Wissen, wohin es führt, macht für mich den Reiz des Schreibens aus. Ich lasse mich selbst gerne überraschen. Eine Story nach einem vorher gefertigten Exposé „nachzuerzählen“ ist nicht mein Ding und mindert meine Motivation.

Mein Kumpel Dirk van den Boom greift in einem Fall des Nicht-weiter-Wissens zu einem einfachen Mittel: Er schreibt einfach an einer anderen Geschichte weiter. Vier bis fünf Romane parallel sogar. Hab ich versucht, auch nicht mein Fall. Wenn, dann bleibe ich nach meiner Möglichkeit an einer Sache dran. Unterbreche ich sie, habe ich später Mühe, mich wieder in sie hineinzufinden. Dabei gibt es noch zwei angefangene Romane, die ich wegen anderer Dinge aufschieben musste. Beide liegen bereits im 250.000-Zeichen-Bereich. Die Rede ist vom ersten Roman einer Urban Fantasy Reihe und dem SF-Thriller „Überrannt“. Bis ich da wieder Fahrt aufgenommen habe, das dauert noch ein Weilchen.

Nach dem KayCon in Dortmund ging es dann allerdings zügig mit Eileen Hannigans drittem Abenteuer weiter. Die 300.000-Zeichen-Marke ist heute überschritten worden, das bedeutet 2/5 des Romans sind geschrieben. Und endlich, auf Manuskriptseite 227, knüpfe ich wieder dort an, wohin die Story ursprünglich führen sollte. Ob der Abstecher jetzt unnötig war, ermittelt momentan meine erste Testleserin Sandra. Ich bin allerdings guter Dinge, dass sich der Teil nahtlos in die bisherige Geschichte einfügt.

Der dritte Hannigan-Roman trägt den Arbeitstitel „Die Generäle“.

Wer den ersten Roman „Kalte Spuren“ gelesen hat, wird sicherlich schon die Richtung erahnen, in die ich mich bewege.

3 Kommentare zu „Von meinem Schreibtisch: 300.000

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