Direktvergleich XBox One vs. PS 4

Weihnachten steht vor der Tür, da gönnt man sich mal was. Bei mir war es das Angebot eines Playstation 4 Bundles zu einem verlockenden Preis.

Aber, werdet ihr sagen, du hast doch eine XBox One. Ja … ja und? Ausschlaggebend war, dass mein Sohnemann mit seinen Kumpels keine Online-Spiele spielen konnte, da die meisten ein Sony-Produkt zu Hause stehen hatten. So war die XBox eine eher einsame Angelegenheit, zumindest für meinen Sohn.

Nun stehen beide Kästen hier und ich kann einmal direkt vergleichen. Da Star Wars Battlefront für beide Konsolen am Start ist und ich es für beide gekauft habe, geht der Vergleich also auch bei den Spielen.

Um es kurz zu machen: Die Sony Playstation besitzt zwei Vorteile gegenüber der XBox One, von denen sie sich bei dem einen aber wieder selbst aushebelt.

Der Reihe nach:

Die PS 4 hat schnelle Prozessoren an Bord, die einfach mehr Leisten. Dazu moderneren RAM-Speicher, der auch flexibler und schneller im Lesen und Schreiben von flüchtigen Daten ist.

Das zweite Pro liegt im wesentlich schnelleren Systemstart des PS 4. In unter einer Minute ist sie einsatzbereit. In unter einer Minute, ist bei der One nicht mal ein vernünftiges Bild zu sehen.

That’s it.

Fangen wir gleich damit an, den Vorteil der Prozessoren und des Speichers wieder auszuhebeln. Battlefront läuft auf der PS 4 leider nicht so flüssig wie auf der One. Ruckler und Hänger ohnegleichen beim Multiplayer-Abenteuer. Und die Grafik sieht weder auf der PS 4 noch auf der One irgendwie besser aus. Sie ist auf beiden Konsolen gleich toll.

Gehen wir weiter:

  • Die Controller. Sony setzt zwar auf neue Technik, als zu der Zeit, als ich meine letzte Sony Konsole mein eigen nannte (muss noch die PS One gewesen sein), aber im Design hat sich kaum was verändert. Klein, die Ministicks parallel zu einander. Liegt schlecht in der Hand und ist von der Ergonomie einfach … ja, da muss ich gnadenlos sagen: Dreck! Die Frontknöpfe sich zu wabbelig, nicht schnell genug erreichbar, der Home-Button so gut wie gar nicht erreichbar. Die Menüknöpfe sucht man mit der Lupe, ertasten ist nicht. Während ein XBox-Controller mit versetzten Joysticks trumpft und ein gutes Hand- und Spielgefühl bietet, hält er mit zwei AA-Batterien auch noch wochenlang, während die eingebauten Akkus des Playstation Controllers nach wenigen Stunden die Grätsche machen. Stunden, nicht Tage!
  • Geräuschkulisse: Lüfterrauschen und Betriebsgeräusche deutlich lauter als bei der XBox – und das bei dem neuen PS 4 Modell, das erst seit August 2015 im Umlauf ist.
  • Speicherkapazität: Beide Systeme habe ich mit einer integrierten 500 GB Festplatte. Aus Erfahrung weiß ich, dass diese schnell erschöpft sind, da Spiele wie beim PC installiert werden müssen und nicht mehr wie bei Vorgängerkonsolen direkt vom optischen Medium spielbar sind. Bei der XBox One lässt sich der Speicher problemlos erweitern. Ich habe via USB eine externe 2 TB Western Digital drangehangen und diese als primäres Installationsmedium ausgewählt. No Sweat. Will man dagegen bei der PS4 den Speicher erweitern, kommt man nicht umhin, die Festplatte auszutauschen (sic!), seine Spielstände in der Cloud oder USB-Medium zu sichern und nach dem Austausch alle Spiele wieder neu zu installieren. Halleluja! Da kommt Freude auf.
  • Downloadgeschwindigkeit: Trotz schnellem WLAN weigert sich die PS 4 Installations- und Update-Daten zügig zu installieren. Beim Download von zwei zugekauften Spielen aus dem Playstore und dem Update des mitgelieferten Uncharted musste ich die PS 4 über zwei (!) Tage anlassen, ehe alles runtergeladen war. Das waren eigentlich nur 45 GByte bei einer VDSL Verbindung von durchschnittlich 20 Mbit/sec
  • Unliebsame Installationsfehler: Bei Saints Row IV konnte ich den Prolog spielen, dann verkündete das PS-System, dass das Spiel nicht vollständig installiert sei und ich erst danach weiter spielen kann. Der Haken: Das Spiel ist bereits komplett installiert.
  • Abwärtskompatibilität: Ursprünglich ein Unentschieden. Seit November erlaubt ein Update der Microsoft-Konsole jedoch 100 Titel (weitere werden folgen) von der XBox 360 auf der XBox One abzuspielen. Bei Sony starrt man in die Röhre. PS 3 Spiele lassen sich nur auf der PS 3 spielen.
  • Update-Politik: Für die XBox gibt es regelmäßig (1 x pro Monat) ein Update; keine Microsoft Schwammi-Updates um Patches oder Bugfixes bereitzustellen, weil jemand Murks gemacht hat, sondern in der Regel Funktionalitätsupdates, die immer mehr aus der Konsole herausholen. Bei der PS 4 wartet man … wartet … und wartet.

Sicherlich haben beide Konsolen ihre Existenzberechtigung und es gibt viele PS-Anhänger. Aber für mich weiß ich nun, warum ich seinerzeit auf die Microsoft-Box umgestiegen bin und fühle mich im Wohnzimmer mit der XBox One wesentlich besser aufgehoben und unterhalten, als mit der PS4.

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