Apple Oktober Event: Da nimmt man sich vor, nicht schwach zu werden …

Ja, mir hat der Mission Impossible Opener vom September Event richtig gut gefallen, aber dafür waren im Oktober die Neuvorstellungen zackiger. Sie hauen raus und raus und am Ende frage ich mich, woher das Geld nehmen?

Eigentlich stand für mich nur ein Upgrade meines Desktops-Setups an. Mein iMac tut es zwar ganz gut, kommt aber gerade im Speicherbereich sehr rasch an seine Grenzen. Ausgerechnet mein Modelljahr lässt keinen Speicherwechsel oder -upgrade hinzu. So muss ich ständig mit den 16 GB haushalten. Und wo ich diese Zeilen schreibe, Google Chrome mit 20 Tabs geöffnet habe, dazu Evernote mit einigen geöffneten Fensternotizen, Opera mit 20 ebenso 20 Tabs und einige Clouddienste wie Google und One Drive im Hintergrund laufen, sind tatsächlich nur noch 1,6 GB von diesen 16 frei. Jetzt mal eben Photoshop mit drei oder vier Bilder zu starten oder in Final Cut was schneiden – das wird nicht nur eng, sondern geht nicht mehr. Ich müsste wahlweise Opera oder Chrome schließen.

Ein neuer iMac sollte es eigentlich nicht sein. Ich möchte gerne kein Auflösungswirrwar haben. Der iMac mit 4K Retina-Display skaliert natürlich die Auflösung angenehm. Ein herkömmlicher 4K Monitor daran angeschlossen bringt entweder sein natives 4K, was dann für meine Augen nicht mehr wirklich angenehm zum Arbeiten ist, oder ich bin gezwungen, die Auflösung anzupassen, was dann nicht immer gut aussieht, vor allen Dingen dann für unterschiedliche Ansichten zwischen den Displays vom iMac und dem externen sorgt.

Ein Display allein ist mir zu wenig zum Arbeiten. Bisher habe ich drei gehabt. Aber das ging nur, weil ein iMac 21,5″ auf dem Tisch steht, flankiert von gleich großen externen Displays. Ich möchte aber auch gerne alles eine Nummer größer haben. Angenehm sind 27″ mit 1440p, wie ich festgestellt habe und das auf zwei gleichen Bildschirmen.

Meine Hoffnung lag darauf, dass Apple einen neuen MacMini herausbringt, der a) genügend Anschlüsse hat und sich b) auf mindestens 32 GB RAM hochsetzen ließ (bisher war bei 8 GB Schluss).

Ich habe gewünscht, Apple hat erfüllt. Damit war der neue MacMini so gut wie gekauft. 4 Thunderbolt-3-Anschlüsse im USB-Typ-C-Format plus 2 normale USBs, das passt sehr gut.

Nun könnte man einwenden, dass der iMac zumindest eine dedizierte Grafikkarte intus hat, die gerade bei Videobearbeitung wichtig ist. Mein alter Mac hat eine GeForce mit 1 GB VRAM, das MacBook Pro hat die gleiche Intel-Onboard-Grafik wie der MacMini – die Video- und Bildbearbeitung auf dem MBP geht für mich vollkommen in Ordnung. Mehr Arbeitsspeicher, schneller Arbeitsspeicher und ein aktueller Prozessor gleichen hier die Grafikkarte für mich aus.

Nun denn, danke Herr Cook, da hattense mich.

Weiter im Text. Nach langer Zeit gibt es ein Upgrade zum MacBook Air. Dazu gibt es nur zwei Dinge zu sagen: Warum hat das so lange gedauert und warum ist das so verdammt teuer?

Gerade das MacBook Air sollte eigentlich die „Unter-1000-Euro-Käufer“ ansprechen – daraus wird jetzt nichts mehr. Preislich beginnt das MacBook Air jetzt bei 1.349 Euro. Das ist schon etwas heftig. Selbst ich kann da jetzt nicht mehr in die Bresche springen und behaupten, wenn du dir was Vergleichbares von Microsoft kaufst, zahlst du genauso viel. Die Surface Laptops sind IMHO etwas günstiger.

Da ich dieses Jahr erst ein neues MacBook Pro gekauft habe, fällt das Air ohnehin für mich aus.

Aber dann. Die neuen iPads. Meine Einstellung war vor dem Event: Ich habe zwei iPads und brauche kein neues.

Warum habe ich zwei? Weil das 10,5″ Gerät sich super für Notizen und Meeting-Protokolle eignet, ich aber einen Ticken mehr Bildschirm bräuchte, wenn ich skizziere.

Das 12,9″ Display ist zum Skizzieren geeigneter, aber letztendlich viel zu groß. Am Ende des Tages sah es so aus, dass ich dennoch das 10,5 mit mir herum trug und das 12,9 zu Hause blieb.

Ein halber Zoll mehr Displaydiagonale könnte mich da schon weiter bringen. Also flugs das 12,9 und das 10,5 Modell verkauft und das neue geordert. Schmale Ränder, mehr Display. Ob ich den Homebutton vermissen werde? Eher nicht. Ich habe ihn nur zum Entsperren genutzt und sanft den Finger draufgelegt, um ja keine mechanischen Teile kaputtzumachen. Die Gestensteuerung des iPads funktioniert unter iOS 12 so wie beim iPhone X und ohnehin kam man mit dem 5-Fingergriff auf dem iPad aus jeder App wieder zum Homescreen zurück.

Die Frage ist nur, wie gut ich mit FaceID auf dem iPad klarkomme, denn meistens liegt es bei der Benutzung auf dem Tisch. Entweder drüber beugen oder anheben.

Zu guter Letzt hat Apple im Rahmen der iPad Vorstellung auch einen Nachfolger  des Apple Pencil auf den Tisch gelegt. Nicht nur, dass er über einige Streichgesten etwas mehr kann, das wirkliche Schmankerl ist hier doch eher, dass er a) Steckerlos aufgeladen wird (man heftet ihn magnetisch einfach an die Seite des iPads und er wird geladen und b) er magnetisch am iPad haftet und so transportiert werden kann (man wusste nie, wohin mit dem Stift) und c) dadurch dass er nicht mehr komplett rund ist, dürfte der Stift nun besser in der Hand liegen.

Nachteil an der Sache: Man kann den Stift nun nicht mehr ohne iPad aufladen. So hatte ich das bisher immer gehandhabt. Einfach ein Lightning Kabel mit Adapter dran und gut ist.

Und ein neues Keyboardfolio gab es dann auch gleich für die neuen 11″ und 12,9″ Modelle. Diesmal umschließt es auch die Rückseite und haftet magnetisch an der des iPads. Ähnliches kennt man bereits von einem Samsung-Tastaturfolio, das allerdings so verbaut war, dass man dort rechts und links vertauscht hat. Ja, ob ihr es glaubt oder nicht, das offizielle Samsung Keyboard Folio für das Galaxy Tab S3 ließ sich nicht wie ein Buch aufschlagen, denn dann befand sich das Tablet verkehrt herum darin. Man musste hier völlig unlogisch drehen. Aber egal.

Was fehlte bei der Präsentation? Die Leaks waren ja im Vorfeld schon eindeutig, aber es gab immer noch Menschen, die die Hoffnung nicht aufgaben, noch etwas mehr zu sehen zu bekommen.

AirPower: Die Ladematte, bei der es egal ist, wo mein sein Gerät platziert. Gedacht, um iPhone, Apple Watch und Air Pods gleichzeitig kabellos aufzuladen. Für mich kein Ding, denn ich nutzte eine feste magnetische Rundschließe – damit kann ich die Uhr sowieso nicht auf einer waagerechten Fläche laden. Und für die AirPods müsste es ein Update des Ladecases geben, mit dem aktuelle funktioniert induktives Laden nämlich nüscht.

Neue AirPods: Das wäre dann das Zweite Gadget gewesen, das einige Leute noch erwartet hätten.

ApplePay: Immerhin hatte Tim Cook im Sommer angekündigt ApplePay würde in diesem Jahr in Deutschland starten. In der Keynote gab es keine Erwähnung. Eigentlich hätte diese vielleicht schon in den September gehört, zu den iPhone passt sie besser, als zu den iPads. Nun, woran auch immer es hakt, es scheint so, als hätte Apple hier kurzfristig einen Rückzieher gemacht.

In der iOS 12.1 Beta 3 war die Funktion ApplePay in den Einstellungen vorhanden. In den späteren Versionen flog sie raus. Im finalen Release ist von ApplePay nichts zu sehen. In den Tipps zu iOS stand vor kurzem noch ein Hinweis, wie man kontaktlos mit  dem iPhone bezahlt. Nach Update auf iOS 12.1 ist auch dieser Hinweis aus den Tipps verschwunden.

Das lässt Böses erahnen. Vielleicht wird es 2018 also doch nichts damit. Das ist schade, da Google mit Google Pay bereits schön vorgelegt hat.

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